Ausflug zu den 10 sehenswertesten Seen in der Schweiz
Mit über 1.500 Seen kann die Schweiz als wahres Paradies für einen maritimen Ausflug betitelt werden. Landschaftlich hat die Schweiz so einiges zu bieten: Von wunderschönen Bergpanoramen bis zu ikonischen Bergseen oder idyllischem Binnengewässer können Naturbegeisterte und Urlauber zahlreiche Naturphänomene entdecken. Die Schweizer Seen zieht auch eine Vielzahl an Sportbegeisterten für Wandertouren oder Wasserportaktivitäten an. Doch welche Schweizer Seen sind besonders eindrucksvoll?
1. Nostalgischer Charme am Genfersee
Mit einer unglaublichen Grösse von 580km2 kann sich der Genfersee sowohl in der Schweiz als auch in Frankreich den Titel als grösstes Gewässer ergattern. Aber nicht nur deshalb steht der Schweizer See im Ranking auf Platz 1 der schönsten Seen in der Schweiz. Die traumhaft schöne Bergkulisse und die sieben Inseln in der Mitte des Sees lassen einen Ausflug an den Genfersee zu einem wahren Naturerlebnis werden. Ganz zu schweigen von den malerischen Weinterrassen von Lavaux, die zum UNESCO-Welterbe zählen: Die 800 Hektar große Rebfläche ist das größte zusammenhängende Weinbaugebiet der Schweiz und lockt nicht nur Weinliebhaber an, sondern es dient auch als Ziel für Spaziergänge um den See. Wie der Name schon erahnen lässt, liegt die Schweizer Stadt Genf am Seeufer. Aber auch die Städte Montreux und Lausanne sind ebenfalls wunderschöne Städte, die sich am Genfersee befinden. In Montreux findet jeden Juli ein Musikfestival am Seeufer statt, welches den Genfersee in ein musikalisches Naturparadies verwandelt. Eine weitere Sehenswürdigkeit des Genfersees ist das Château de Chillon aus dem 12. Jahrhundert, welches jährlich eine Vielzahl an Touristen anzieht. Die historischen Rad- und Dampfschiffe verleihen dem See eine lebhafte Atmosphäre und ermöglichen den Besuchern und Spaziergängern eine wunderschöne Rundfahrt.
2. Das türkise Paradies der Alpen: Der Caumasee
Inmitten des Flimserwaldes liegt der Caumasee auf 1.000 Meter Höhe. Der Schweizer See ist bekannt für sein türkisgrünes Wasser, welches den See zum Strahlen bringt. Am See liegt ein Restaurant, auf dessen Terrasse sich Besucher im Sommer sonnen oder in der gemütlichen Lounge entspannen können. Der See ist durch eine Standseilbahn zu erreichen, die Besucher direkten Zugang ermöglicht. Der Caumasee stellt ein besonders beliebtes Ziel für Sportler da: Von Fahrrad fahren über Schwimmen hin zu Wandern kann hier verschiedensten Tätigkeiten nachgegangen werden. Der Rundweg um den See eignet sich ideal für einen entspannten Spaziergang und dauert ungefähr je nach Schritttempo eine Stunde. Das Wasser des Caumasees erklimmt im Sommer Temperaturen bis zu 24 Grad, weshalb der See besonders zum Schwimmen einlädt. Darüber hinaus können Wasserratten auch Stand-Up-Paddling probieren oder ein Ruderboot mieten.
3. Der märchenhafte Blausee
Zwar zählt der Blausee mit einer Grösse von 0,64 Hektar nicht zu den größten Seen der Schweiz. Dafür überzeugt er mit seiner Optik und seinem mystischen Charme. Mit einer Länge von 100 Metern und einer Breite von 70 Metern ist der Blausee recht überschaubar, weshalb Besucher auf einen Blick die Facetten des Sees bestaunen können. Bei einem Besuch des Blausees fällt zuallererst das kristallklare und tiefblaue Wasser des Sees auf, welches zwölf Meter tief bis auf den Grund schauen lässt. Der Legende nach entstand der See durch die Tränen eines Mannes, dessen geliebte Maid verstarb. Die Trauer des Geliebten war so gross, dass er unendlich viele Tränen aus seinen tiefblauen Augen vergoss und letztendlich in dem See seiner Tränen ertrank. Der See soll demnach an die ewig andauernde Liebe erinnern. Letztendlich entstand der See aus unterirdischen Quellen. Das klare Wasser ermöglicht eine Sicht auf die Unterwasserwelt, geprägt von Fischen, knorrigen Baumstämmen und kantigen Felsen. Zwar hat das Seewasser nur eine Temperatur von eisigen acht Grad und lädt somit weniger zum Baden ein. Dafür besitzt das mineralhaltige Bergquellwasser höchste Wasserqualität und ist ebenfalls ein geeigneter Ort für eine Fischzucht: Am See befindet sich eine Bio-Forellenzucht, in der Regebogen- und Lachsforellen gezüchtet werden.
4. Das kleine Norwegen: Der Vierwaldstättersee
Der Vierwaldstättersee, früher als Luzerner See aufgrund der anliegenden Stadt Luzern bekannt, erinnert mit seinen Fjord-Landschaften und den vielen kleinen Buchten an die norwegische Natur.. Die landschaftliche Kulisse des Sees ist durch die Voralpen geprägt, die insbesondere die zwei Berge Rigi und Pilatus umfassen. Durch den Schutz der Berge, in die der See eingebettet ist, herrscht ein mildes und beinahe tropisches Klima, weshalb am Ufer sogar Palmen und Feigenbäume wachsen können. Auch kann im Vierwaldstättersee gebadet, sowie verschiedensten Wasserportarten wie Surfen oder Wasserski nachgegangen werden. Darüber hinaus können Besucher eine Schiffsfahrt unternehmen und den See, sowie das angrenzende Bergpanorama aus einer anderen Perspektive bestaunen. Eine Tageskarte kostet hier um die 83 CHF. In der Stadt Luzern direkt am Seeufer können verschiedenste Kulturangebote genutzt werden. Ein Besuch des Luzerner Theaters oder ein Gang durch Museen wie das Verkehrshaus Luzern oder das Hans Erni Museum – eine Ausstellung des berühmtesten Schweizer Künstlers – darf bei einem Städtetrip nicht fehlen.
5. Insel-Hopping am Zürichsee
Der Name des Zürichsees fällt, wie sich leicht vermuten lässt, auf die anliegende Stadt Zürich zurück. Als größte Stadt der Schweiz bietet Zürich eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und eignet sich perfekt als Tagesausflug oder für einen Kurzurlaub. Doch nicht nur das urbane Zürich ist einen Besuch wert, sondern der Zürichsee hat ebenfalls einige Attraktionen in der Natur zu bieten. Im Zürichsee befinden sich insgesamt vier Inseln: Lützelau, Ufenau und die Saffa-Inseln. Insbesondere die grösste Insel, Ufenau, auf der sich das Kloster Einsiedeln befindet, ist ein beliebtes Reiseziel. Die Insel kann, wie viele weitere Orte des Zürichsees, entspannt mit einem Boot erreicht werden. Leider darf in der Gegend der Insel Ufenau nicht gebadet werden, da es ein Naturschutzgebiet ist – das ist bei den Nachbarsinseln, den Saffa-Inseln sowie Lützelau, wo es auch einen Campingplatz gibt, anders. Ufenau hingegen ist für seine mittelalterlichen Kirchen und die kulinarisch maritimen Leckereien bekannt. Die Insel kann von April bis Oktober mit einer Schifffahrtsgesellschaft erreicht werden.
6. Das Naturparadies Oeschinensee
Inmitten der Bergwelt des Berner Oberlandes zwischen Blüemlisalp, Oeschinenhorn, Fründenhorn und Doldenhorn liegt der Bergsee Oeschinensee auf 1.578 Meter Höhe. Das anliegende Naturschutzgebiet an den See ist seit 2007 Teil eines UNESCO-Weltnaturerbes. Insbesondere ein Ausflug zur Sommerzeit ermöglicht eine Vielzahl an Aktivitäten: Unter anderem kann der Oeschinensee als Ziel einer Wanderung anvisiert werden. Darüber hinaus gibt es eine Sommerrodelbahn, die von Jung und Alt genutzt werden kann. Der See lädt zum Baden ein, sowie zum Erkunden durch eine Bootstour. Wer eine Pause von den sportlichen Unternehmungen benötigt oder hungrig ist, kann sich in einem der Berggasthäuser stärken und ausruhen. Der Kiosk in der Nähe des Bergsees verkauft Lebensmittel für ein idyllisches Picknick am Seeufer oder für einen gemütlichen Grillabend. Der Oeschinensee kann von der Gemeinde Kandersteg auch mit einer Gondelbahn erreicht werden. Die Tickets kosten 5 CHF für Kinder und für Erwachsene 8 CHF. Dabei sollten die saisonalen Öffnungszeiten beachtet werden, da die Gondelbahn von Mitte Oktober bis Ende Dezember geschlossen ist. Die Öffnungszeiten der Bahn variieren jedes Jahr.
7. Wandern am Klöntalersee
Der Klöntalersee liegt mitten in den Bergen und kann demnach mit einer eindrucksvollen Bergkulisse überzeugen. Der See liegt im gleichnamigen Tal, welches zum Kanton Glarus gehört. Der Klöntalersee rühmt sich mit dem Titel als ältester Speichersee der Schweiz und liegt auf ungefähr 840 Metern Höhe. Dicht bewachsene Berghänge und grüne Wiesen tragen zur idyllischen Naturkulisse des Klöntalersees bei. Nicht ohne Grund wird der Bergsee von einer Vielzahl an Wanderlustigen besucht. Unzählige Wanderrouten zum Pragelpass oder in die Glarner Bergwelt bieten verschiedenste Ausflugmöglichkeiten. Um den Klöntalersee führt ebenfalls ein Rundweg, welcher um die zwei Stunden Wanderzeit beansprucht. Am Ufer des Sees kann ebenfalls gecampt, gebadet oder die Sonne genossen werden. Die Wassertemperatur beträgt jedoch selbst nur im Hochsommer 18 bis maximal 22 Grad.
8. Mediterrane Idylle am Luganersee
Ab in den Süden: Der Luganersee lockt Touristen mit seinem mediterranen, leicht tropischen Klima an und lädt zum Schwimmen an seinen zahlreichen schönen Stränden ein. Der Luganersee befindet sich im südlichen Teil des Schweizer Kanton Tessin und vereint sich mit Italien. Grün bewachsene Hügel, ein Panorama-Blick auf die Alpen und kristallklares Wasser machen den Charme des Sees aus. Die Besonderheit: Palmen am Seeufer. Durch die wärmeren Temperaturen wird eine mediterrane Vegetation ermöglicht, wie sie sonst an den Schweizer Bergseen nicht oft vorzufinden ist. Das klare Wasser lädt zum Baden, Tauchen, Surfen und Wakeboarden ein. Am Ufer des Sees tummeln sich außerdem verschiedenste Spazier- und Wanderrouten. Wer das komplette Naturerlebnis genießen und ein paar Tage länger am Luganersee verbringen möchte, kann auch in Wassernähe auf einen der Campingplätze übernachten.
9. Der Traum für Wassersportler: Der Brienzersee
Umgeben von einer atemberaubenden Bergwelt mit sprudelnden Wasserfällen liegt das Naturphänomen – der Brienzersee. Bei einer Schifffahrt kann die Umgebung des Sees bestaunt werden. Der Brienzersee ist durch den Fluss Aare mit seinem Geschwistergewässer verbunden, dem Thunersee. Die Aare fließt durch beide Seen hindurch und stellt darüber hinaus den längsten Fluss der Schweiz da. Um den Brienzersee lassen sich malerische kleine Dörfer und herrliche Wanderwege finden. Der See ist vor allem für sein umfangreiches Angebot an Wassersportaktivitäten bekannt: Von Kajak- oder Kanufahren über Schwimmen und Stand-Up-Paddling bis hin zu Wasserski fahren ist für jeden Sportbegeisterten etwas dabei.
10. Gigantische Wasserfälle am Walensee
Reist man in den Osten der Schweiz darf ein Besuch am Walensee nicht fehlen. Umringt von der Churfirsten-Kette und dem Flumserberg erwartet Besucher auch hier eine imposante Berglandschaft, zu der auch die Kantone Glarus und St. Gallen gehören. Der Walensee gilt als der sauberste See der Schweiz und weist zwar eine relativ frische Wassertemperatur auf, lädt aber dennoch aufgrund des klaren Wassers zum Baden ein. Ein beliebtes Ausflugsziel des Walensees ist das charmante und idyllische Weindörfchen Quinten, welches lediglich per Schiff erreicht werden kann. Das Dorf ist aufgrund seiner Lage geschützt vor kalten Winden und ermöglicht somit das Gedeihen von tropischen Früchten wie Kiwis und Feigen. Das Highlight des Walensees sind die Seerenbacher Wasserfälle am See. Die Wasserfälle bestehen aus drei Stufen und zählen mit ihren 600 Metern Tiefe zu den grössten Europas. Direkt neben den Wasserfällen lässt sich eine Ringquelle finden, die ein beeindruckendes unterirdisches Wassersystem umfasst. Ähnlich wie die anderen Seen können auch am Walensee verschiedensten Wassersportaktivitäten nachgegangen werden.
Das unterhaltsame Rundum-Programm an den Schweizer Seen
Jährlich lockt die Schweiz mit seinen Naturwundern und atemberaubenden Bergkulissen grosse Mengen an Touristen an. Doch auch die Schweizer Seen bringen Naturbegeisterte, Urlauber und sogar Einheimische ins Staunen! Einige der Seen sind sogar mit einem UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet. Ob kristallklares Wasser zum Baden, aufregende Schifffahrten, aussichtsreiche Landschaften oder verschiedenste Wassersportaktivitäten und Wanderwege – die Seen bieten Besuchern verschiedenste Möglichkeiten für Unternehmungen und eignen sich somit perfekt als Ausflugsziel. Ob man sich bei einem Ausflug lieber sportlichen Aktivitäten widmen oder die Kultur der anliegenden Städte genießen möchte, ist jedem dabei selbst überlassen.